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Cygnus_X-1

veränderliche Sterne

veränderliche Sterne

Einer der wohl exotischsten Vertreter dieser Art von Sternen, dürfte wohl Eta Carinae, im gleichnamigen südlichen Sternbild Carinae sein. Mit einer geschätzten Masse zwischen 100 bis 150 Sonnenmassen, ist Eta Carinaevor allem einer der massereichsten Sterne in unserer Milchstraße. Diese sehr hohe Masse führt allerdings dazu, dass der Stern sehr instabil ist, das heißt, um den enormen Gravitationskräften, die auf den Kern einwirken, standhalten zu können, muss er in seinem Inneren einen entsprechenden Strahlungsdruck, sprich sehr hohe Temperaturen (ca. 20 Mrd. Kelvin!) erzeugen. Diese Kerntemperatur führt nun wiederum dazu, dass der Brennstoff Wasserstoff um ein Vielfaches schneller in Helium und andere schwere Elemente umgewandelt wird, als es bei einem Stern wie unserer Sonne der Fall wäre, was auch zu einer sehr kurzen Lebensdauer führt. Durch den erhöhten Brennvorgang, auch stellare Nukleosynthesegenannt, erzeugt der Stern wesentlich mehr Strahlung, die ihn bis zu fünf Millionen Mal heller leuchten lässt, als unsere Sonne.

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Eta Carinae zeichnet sich aufgrund der gewaltigen Größe (ca. 1 Mrd. Kilometer Durchmesser!) vor allem durch eine Eigenschaft aus, die vorwiegen Cepheiden besitzen – er verändert seine Größe, da das Verhältnis zwischen Strahlungsdruck und Gravitation nicht konstant ist. Die äußeren Gashüllen kühlen nämlich immer wieder ab, der Strahlungsdruck lässt dadurch nach und der Stern zieht sich zusammen. Die Gashüllen stürzen dabei in den Kern, heizen diesen auf und der Stern bläht sich auf. Dieser Vorgang kann sich viele Male wiederholen, bis der Brennstoff im Inneren weitgehend aufgebraucht ist und die Gravitation endgültig die Oberhand gewinnt. Ist dieser Punkt erreicht, explodieren Sterne dieser Größe nochmalerweise in einer Hypernova.
Eta Carinae hat diesen Zeitpunkt zwar bereits überschritten, wodurch auch die äußeren Gashüllen abgestoßen wurden (siehe Bild rechts), merkwürdigerweise bleibt der Kern allerdings weiterhin stabil. Eine mögliche Erklärung dafür, könnte sich womöglich durch neueste Auswertungen des Lichtspektrums ergeben, welche periodische Veränderungen der Helligkeit in der Kernregion erkennen lassen und auf einen Begleitstern hindeuten.
Welcher Prozess hier allerdings genau dahintersteckt, lässt sich zum derzeitigen Stand der Forschung noch nicht beschreiben.

Rekordstern mit ca. 300 Sonnenmassen entdeckt.

 

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