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Flugzeugtasse neu

Flugzeugtasse

Flugzeugtasse

Zur Künstlerin
Marguerite Friedlaender-Wildenhain studierte zwischen 1919 und 1925 am staatlichen Bauhaus Weimar unter anderem bei Gerhard Marcks. Danach wurde sie Fachlehrerin und Leiterin der Keramik/Porzellanwerkstatt der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale.
In den Jahren 1931 und 1932 arbeitete sie an der Ausstattung des neuen Flughafens Halle-Leipzig und entwarf in diesem Zusammenhang eine kleine Flugzeugtasse, die sie als „Ringmoccatasse” bezeichnete.

Zum Produkt
Die geniale Idee: die Untertasse ist in Form eines Ringes gestaltet. Der Fuss der Tasse zentriert sich in der Öffnung der Untertasse. Sicher ruht sie dort und verlangt vom Benutzer keine Balancierkünste.

Maße der Tasse
Höhe: 50 mm
Durchmesser oben: 58 mm

Maße der Untertasse
Durchmesser: 104 mm
Gewicht: 140 g
Volumen: 40 ml
Material: Porzellan

Marguerite Friedländer-Wildenhain (1896-1985)
1896                Geboren in Lyon
1919-1925      Bauhaus Weimar, zunächst Lehre, später Werkstattleitung
1925-1933      Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein, Halle (Saale), seit 1929 Leiterin der Porzellanwerkstatt
1929-1933      Zusammenarbeit mit der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin
1933                Emigration in die Niederlande, Arbeit in der Werkstatt ‘Het Kruikje’ in Putten
1940                Emigration in die USA, dort Leiterin der Keramikwerkstatt des College of Arts and Crafts, Oakland, danach eigene „Pottery Pond Farm“ in Guerneville, Kalifornien, dort Arbeit und intensive Lehrtätigkeit
1985                Tod in Guerneville, Kalifornien

Flugzeugtasse neu

Marguerite Friedländer-Wildenhain gehört zu den bedeutendsten Keramikkünstlern des 20. Jahrhunderts. Als Gestalterin wie als Lehrerin hat sie Generationen von Keramikern beeinflusst. Ihre Arbeit ist von den Vorstellungen des Staatlichen Bauhauses in Weimar geprägt, wo sie Handwerk und Formwissen erlernte und schließlich als Werkstattleiterin wirkte. 1925 folgte der Wechsel an die Burg Giebichenstein. Hier setzte sie als Leiterin der dortigen Keramikwerkstatt ein maßstabgebendes Ausbildungskonzept um, das Handwerk und Formlehre auf eine systematische Basis stellte.

1929 beginnt die fruchtbare Zusammenarbeit mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin – ihre Porzellanserien „Hallesche Form“ oder „Burg Giebichenstein“ erwiesen sich als überaus erfolgreich und stehen heute im Ruf von Design-Klassikern. Sie verbanden auf vorbildliche Weise Funktionalität mit ästhetischer Ausdruckskraft.

1930 erhielt Marguerite Friedländer-Wildenhain den Auftrag, für das in hochmoderner Architektur gebaute Restaurant des Flughafens Halle-Leipzig eine adäquate, ausschließlich für den Gebrauch im sogenannten „Glaspalast“ vorgesehene Keramikausstattung zu entwerfen. Das Ergebnis war das Service „Hermes“, das ebenfalls in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin entsteht.

Im Rahmen dieses Auftrags entstand wohl auch der Entwurf für diese ungewöhnliche, von Friedländer selbst als „Ringmoccatasse“ bezeichnete Flugzeugtasse. Hier sorgt das durchdachte Zusammenspiel von Tasse und Untertasse zu perfekter Standfestigkeit: Die ganz im Sinne der gestalterischen Moderne streng geformte Tasse ohne Henkel hat einen tiefen Standring, der in die ausgesparte Mitte der Untertasse greift – die Tasse steht selbst bei deutlichen Erschütterungen fest und unverrückbar.

Mit Ausnahme einer limitierten Kleinserie, die als Präsent bei der Einweihung des Internationalen Flughafens in Leipzig, im Jahr 2000 diente, (und nicht in den Handel kam) wurde Marguerite Friedländer-Wildenhains „Ringmoccatasse“ nie umgesetzt.

Nun, annähernd ein Dreivierteljahrhundert nach ihrem Entwurf, kommt sie auf den Markt und beweist, dass Zeiten und Moden an diesem originellen Entwurf geradezu spurlos vorbeigegangen sind. Der „Flugzeugtasse“ ist die Geschichte der gestalterischen Moderne unübersehbar eingeschrieben, zugleich aber überzeugt noch heute in Gestalt und Funktionalität – als Moccatasse, aber sicherlich auch als Tasse für den heute weitaus üblicheren Espresso.

hier erhältlich

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